Alles, was um mich ist - jeder Mensch, dem ich begegne, jede Situation, in die ich gerate, meine räumliche Umgebung, sowie der Zustand meines Körpers ist eine Spiegel meines Bewusstseins.
Alles Geistige was ich in mir habe, bringt eine dementsprechende, sichtbare Form hervor, die ich sowohl in meinen Lebensumständen wie auch an den Menschen rund um mich gespiegelt sehe.
Das Spiegelgesetz wirkt aus dem einzigen Grund, damit ich es als Schlüssel zur Selbsterkennung anwende - indem ich die unangenehmen Spiegelbilder ansehe, mich als deren geistiger Verursacher erkennen und somit als dafür zuständig erkläre.
Jede Situation in meiner äußeren, sichtbaren Umgebung spiegelt immer nur, was innen ist - in meiner geistigen Welt. Ich aber bin derjenige, der für den Zustand meiner Geisteshaltung verantwortlich ist und der dort für Ordnung zu sorgen hat.
Wenn eine Person Dich belügt, so ist sie aus Liebe zu Dir in das Gewand eines Lügners geschlüpft, damit Du Deine geistige Einstellung an konkreten Tatsachen gespiegelt siehst.
Um das Spiegelgesetz als Schlüssel zur Selbsterkenntnis und zum Glücklich sein zu begreifen, kommst Du nicht umhin, Dein Gegenüber mit Liebe anzuschauen und sein Verhalten als Botschaft einer unpersönlichen, selbst-losen Liebe zu verstehen.
Der Peiniger vor Deinen Augen ist in Wahrheit ein göttliches Wesen, das aus reiner Liebe zu Dir in jene Rolle geschlüpft ist, die Du in Deinem Geist hattest. Dein Gegenüber verkörpert Dein Denken, Deine Überzeugung und Deinen Glauben.
Bitte vergiss nie, dass Dich Dein Gegenüber mehr und anders liebt, als Du Dir aus menschlicher Sicht vorstellen kannst und dass zwischen Euch beiden eine stille Übereinkunft besteht, die da lautet: "Ich liebe Dich - und des-halb will ich Dir helfen, Licht in jene Bereiche Deines Bewusstseins zu bringen, die Deinen wahren Wert als reines, göttliches Wesen immer noch um Schatten. "
Hinter jedem unangenehmen Verhalten das Dir jemand spiegelt, steht immer dieselbe Botschaft: "Ich liebe Dich. Und deshalb will ich Dein Lichtbringer sein."
Damit Du immer mehr zu Deiner wahren Identität als Vertreter von Gottes Liebe auf Erden findest, müssen die dunklen Punkte in Deinem Geist ans Licht gebracht werden.
Aus Liebe zu dir schlüpft ein Seelenfreund in jene widrige Rolle, die Du in Deinem Bewusstsein hast, ohne Dir darüber bewusst zu sein - aus dem einzigen Grund, damit Du sehen kannst, wo Liebe zu Dir selbst und zu Deinem Nächsten fehlt.
Du-Botschaften. Die Du ohne viel zu überlegen aussprichst, eigenen sich besonders gut zur sofortigen Umsetzung im Sinne des Spiegelgesetzes. Was Du Deinem Gegenüber zuschreibst oder unterstellst, was Dir an ihm missfällt und was Du an ihm verändern möchtest, ist das, was Du an Dir nicht siehst. Ersetze das Wort Du durch das Wort ICH und Du erkennst sofort, was Dir bislang nicht bewusst war.
Das Spiegelgesetz wirkt immer von innen nach außen. Wenn Du Deine Glaubenssätze, Deine Überzeugungen und Dein Denken in Richtung Liebe veränderst, ändern sich Deine Lebensumstände und die Menschen in Deiner Nähe von selbst. Wenn Du ein würdiger Vertreter der selbstlosen Liebe bist, wird alles um Dich Deine Liebe widerspiegeln.
Wenn jemand auf Dich zukommt, der etwas Bestimmtes braucht, dann bist Du es, der das braucht - denn es ist ein Bedürfnis Deiner Seele, das in Form dieser Person auf sich aufmerksam macht. Es geht demnach um Wünsche und Bedürfnisse, die sich in Deinem Bewusstsein befinden und die Dein Gegenüber für Dich äußert. Es ist immer eine Stimme aus Dir, die - du da hörst ..... und deshalb ist es so wichtig, dass Du ihr Deine liebevolle Aufmerksamkeit schenkst. Es ist sogar Deine Verpflichtung Dir selbst gegenüber, dem scheinbar "anderen" zu geben, was er so dringend braucht. Denn würdest Du seine Bitte zurückweisen, dann verweigerst Du Dir selbst Befriedigung in genau diesem Punkt - weil Du es ja bist, der dieses Bedürfnis hat.
Nur das, was sich in Deiner seelisch-geistigen Einstellung befindet, kann sich in Deinem Leben zeigen. Also werden auch Deine Bedürfnisse im Spiegel Deines Gegenüber konkret. Wann immer Du mit Bedürfnissen an-derer konfrontiert wirst, sei Dir im Klaren, dass Du es bist, der exakt dieses Bedürfnis hat und dass es ein Zeichen von Liebe zu Dir selbst ist, wenn Du dem "anderen" gibst, was er so dringend braucht.
Du bist nicht das Bedürfnis, das Du in Deinem Gegenüber gespiegelt siehst. Du bist derjenige, der die Macht hat, jedes Bedürfnis zu stillen. Du bist das Wesen, dem alles innewohnt, was von außen auf Dich zukommt. Du bist weder Dein Ich, noch bist Du Dein Wunsch. Du bist derjenige, der fähig ist, jedes Manko an Liebe zu Dir selbst, das Dir in Form einer anderen Person erscheint, durch Geben aufzufüllen. Erst dann, wenn Du gibst, hast Du das, was Du brauchst.
Je mehr Du alles liebst, was in Deinem Leben ist, desto mehr liebst Du Dich selbst - weil Du ja immer nur Deinen verwirklichten Geisteszustand vor Dir hast und Dich somit immer nur selbst siehst. Du bist derjenige, der für die Erfüllung seelischer Bedürfnisse zuständig ist. Daher ist es Deine Aufgabe, allen Teilen von Dir zu geben, worum sie bitten und was sie so dringend brauchen. Du bist das Wesen, das eine unerschöpfliche Quelle der Liebe verkörpert - einer Liebe, die von Gott stammt und aus der Du entstanden bist. Je mehr Du davon verströmst, desto mehr Liebe fließt in Dich. Je mehr Du gibst, desto mehr empfängst Du, weil Liebe etwas ist, das sich durch Geben vermehrt.
Finde die Gewissheit, dass alles, was in Deinem Leben passiert, aus Liebe zu Dir geschieht.
Es ist möglich, alles Geschehen in Deinem Leben mit Liebe anzusehen. Und es ist möglich, immer nur das Gute daran wahrzunehmen. Denn es liegt an Dir, was Du nach außen projizierst, auf die Welt, die Dich umgibt: Die Sichtweite Deiner göttlichen Herkunft oder die eingegrenzte Wahrnehmung Deines kleinen Ichs. Jedes unangenehme Spiegelbild, das Dir jemand entgegen-hält, macht einen unheilvollen Gedanken von Dir sichtbar. Sei dankbar dafür, dass es so ist - denn wenn Du an Deinem Gegenüber Deine Geisteshaltung gespiegelt siehst, hast Du Dich täglich selbst vor Augen. Dann ist es leicht, eine Überzeugung aufzugeben, die Dein ängstliches Ich über Jahre verteidigt und festgehalten hat... Indem Du jetzt dieses bestimmte, als unangenehm gespiegelte Verhalten sein lässt, erklärst Du es als Deiner unwürdig und Dein kleines Ich wird eins mit Deinem wahren, großen Ich.
Du bist hier, um Gott in seiner Güte, Weisheit und Liebe zu repräsentieren - und nicht, um selbst ein Verhalten fortzusetzen, das Dich an anderen Menschen stört. Dir steht jetzt die Möglichkeit offen, Liebe zurückzuspiegeln und die Erinnerung an Gott in Deinem Gegenüber zu wecken. Du bist derjenige, der wählt, welches Spiegelbild Du für Dein Gegenüber sein willst. Wenn du Dich in jedem Fall so verhältst, wie das ein liebevolles Wesen tut, werden sich immer mehr Menschen als liebevolle Wesen in Dir erkennen und zu ihrer wahren Herkunft zurück-finden. Und wenn du eines Tages nur noch von lebensfrohen, gesunden, glücklichen Menschen umgeben bist, solltest Du aufrichtig dankbar sein und vor lauter Freude Purzelbäume schlagen.
Das Gesetz der Entsprechung
Eine Entsprechung ist ein Schatten in den Seelenhüllen, eine nicht bereinigte oder nicht gesühnte Schuld, Fehlhaltung oder Sünde. Eine Entsprechung wird besonders aktiv - sie kommt zum Schwingen - wenn wir an Mitmenschen Gleiches oder ähnliches entdecken, d.h. wenn wir auch noch Gleiches oder Ähnliches in uns haben. An unseren Emotionen und Aggressionen können wir uns selbst erkennen. (Spiegeleffekt des Nächsten)
Der Schatten ist die größte Gefahr des Menschen, da er ihn hat, ohne ihn zu kennen und ohne davon zu wissen. Der Schatten sorgt dafür, dass sich alle Absichten und Anstrengungen des Menschen letztlich in ihr Gegenteil verkehren.
Alle Manifestationen, die seinem Schatten entspringen, projiziert der Mensch auf ein anonymes Böses in der Welt, weil er Angst davor hat, die wahre Quelle allen Unheils bei sich selbst zu finden. Alles, was der Mensch eigentlich nicht will und nicht mag, entströmt seinem eigenen Schatten - denn er ist die Summe dessen, was er nicht haben will. Nun führt die Weigerung, sich mit einem Teil der Wirklichkeit auseinanderzusetzen und diese zu leben, eben gerade nicht zum erhofften Erfolg. Vielmehr zwingen die abgelehnten Wirklichkeitsbereiche den Menschen dazu, sich mit ihnen besonders intensiv zu beschäftigen. Dies geschieht meisten über den Umweg der Projektion, denn hat man ein bestimmtes Prinzip in sich abgelehnt und verdrängt, so löst es immer wieder Angst und Ablehnung aus, wenn wir ihm in der sogenannten Außen-Welt wieder begegnen.
Das Gesetz der Entsprechung ist ein Teilaspekt aus dem Gesetz von Ursache und Wirkung. Es ist die Ursache, nicht die Wirkung. Es ist das Säen, nicht das Ernten. Was immer wir säen, werden wir ernten. Allein durch die Gnade Gottes haben wir die Möglichkeit unsere Ursachen zu erkennen, bevor sie zur Wirkung kommen. Wir können unser Fehlverhalten einsehen, es zu bereuen, um Vergebung zu bitten, zu vergeben und wiedergutmachen, so es noch möglich ist. Auch sollten wir uns bemühen, die erkannten Fehler nicht mehr zu tun. So kann eine negative Ursache aufgelöst oder umgewandelt werden, und die Folgen werden nicht länger zum Tragen kommen .
Das Gesetz der Entsprechung besagt also, dass wir das worüber wir uns bei unserem Nächsten erregen noch selbst in uns tragen. Sind wir bereit, konsequent und im Vertrauen an Christus an uns selbst zu arbeiten, dann können wir sicher sein, aus dem Bereich der negativen Einflüsse herauszufinden in ein Leben in Harmonie und Frieden, wie es unserem wahren innersten Wesen entspricht.
Der Mensch braucht also für jede Wahrnehmung in sich selbst eine Entsprechung, die in der Lage ist, mitzuschwingen und ihm durch diese Resonanz erst die Wahrnehmung ermöglicht. Goethe formuliert dies in dem Satz: "Wär nicht das Auge sonnenhaft, die Sonne könnt es nie erblicken; läg nicht in uns des Gottes eigene Kraft, wie könnt uns Göttliches entzücken?"
Jeder Mensch kann immer nur jene Bereiche der Wirklichkeit wahrnehmen, für die er eine Resonanzfähigkeit besitzt. Dies gilt nicht nur für den Bereich der sinnlichen Wahrnehmung, sondern für die gesamte Erfassung der Wirklichkeit. Da alles, was außerhalb der eigenen Resonanzfähigkeit liegt, nicht wahrgenommen werden kann, existiert es für den betreffenden Menschen nicht. Deshalb glaubt jeder Mensch, dass er die gesamte Wirklichkeit kennt und es außerhalb dessen nichts mehr gäbe.
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