Die wissenschaftliche Erkenntnis scheint wie eine
Wunderkiste mit doppeltem Boden zu sein. Kaum glaubt man, etwas wirklich
ergründet zu haben, tut sich plötzlich eine völlig neue Dimension auf und man
steht mit seinem Wissen wieder ganz am Anfang. Man fühlt sich zwangsläufig an
Sokrates’ berühmten Ausspruch erinnert: „Ich
weiß, dass ich nicht weiß“.
Das Frappierende an Dunkler Materie und Dunkler
Energie ist, dass sie nicht irgendwo in den Tiefen des dunklen Universums
verborgen liegen. Wenn dem so wäre, könnten wir uns fragen: „Was hat das
eigentlich mit uns zu tun?“. Wenn es sie jedoch wirklich gibt, wovon die
meisten Physiker heute ausgehen, dann sind sie hier und jetzt präsent. Wer
werden von ihnen permanent durchdrungen. Genau so verhält es sich mit der
Geistigen Welt. Sie befindet sich auch nicht jenseits der Wolken in
ungreifbarer Ferne. Sie ist ständig da. Sie durchdringt uns und wir
durchdringen sie. Wir sind uns dessen nur noch nicht bewusst.
So wie den Wissenschaftlern geht es
auch jenen, die sich auf den spirituellen Weg machen. Zu Beginn mag man die
Materiewelt noch für die ganze Wahrheit halten. Wir bewegen uns in ihr mit
größter Selbstverständlichkeit und leben in dem Gefühl, gut Bescheid zu wissen.
Doch unsere Intuition lässt uns manchmal zweifeln und wir fragen uns: „Gibt es
vielleicht noch eine Welt hinter der Welt?“ Oft sind es Schlüsselerlebnisse,
die unsere Sinne für eine andere Dimension öffnen. Bei jedem Menschen läuft es
anders ab: Die einen machen während einer Krankheit eine seltsame Erfahrung und
merken plötzlich: „Oh, da ist jetzt etwas, was ich noch nie wahrgenommen habe“.
Andere haben seltsame Erlebnisse, wenn ein geliebter Mensch stirbt. Es gibt
unzählige Berichte von Begegnungen mit kürzlich Verstorbenen. Auch mit
Meditations- und Atemtechniken ist es möglich, den sechsten Sinn zu schärfen
und Einblicke in bisher nicht so vertraute Welten zu erlangen.
Wer diese Schritte wagt, muss sich
fühlen wie die Wissenschaftler, als sie sich bewusst wurden, dass sie bisher
nur 5% der Realität gesehen haben, oder wie die Seereisenden vor 500 Jahren,
als sie zum ersten Mal unerforschte Kontinente betraten. Die Geistige Welt ist
vielfältig und endlos. Wir Menschen haben die Möglichkeit, sie zu erforschen,
denn das, was uns zu Menschen macht, unser Bewusstsein, unser Denken, unser
Fühlen, ist schon Teil dieser Geistigen Welt. Aber zu unserem eigenen Schutz
sind unsere geistigen Sinne zuerst verschlossen. Wir wären mit der Flut an
Eindrücken schlicht und einfach überfordert. Jedes Mal, wenn wir neue
Erfahrungen machen, brauchen wir etwas Zeit, um sie zu verarbeiten und
integrieren. Durch bewusstes Üben mit unseren geistigen Empfangsorganen können
sie nach und nach geöffnet werden und immer mehr Eindrücke und Informationen
können in uns einfließen.
Völlig neue Möglichkeiten eröffnen sich. Wir können
Kontakt zu anderen herstellen, ohne uns des Hilfsmittels der Sprache bedienen
zu müssen. Wir bekommen Zugang zu unserer höheren Intelligenz, die uns
wertvolle Informationen für unsere konkrete Lebensgestaltung übermitteln kann.
Es öffnen sich Tore, durch die uns positive Energie zufließen kann, die uns mit
Glück und Zufriedenheit erfüllt. All das und noch viel mehr erwartet uns, wenn
wir uns für die „Welt hinter der Welt“ öffnen. Was wir mit unseren leiblichen
Augen sehen und mit unseren Ohren hören macht nicht annähernd 5% von dem aus,
was unsere geistigen Augen und Ohren wahrzunehmen vermögen. Anders als die Physiker
brauchen wir keine teuren Teilchenbeschleuniger oder Schiffe, wie die alten
Seefahrer, um neue Welten zu erkunden. Jeder von uns hat alles schon in sich.
Hier, jetzt und kostenlos. Es reicht, sich in Stille hinzusetzen, die äußeren
Sinne für eine Weile zu verschließen und sich für die inneren Sinne zu öffnen.