Montag, 29. Februar 2016

Das Seerosenteich-Rätsel



                                      
Auf einem Teich wächst eine Rose. Mit jedem Tag verdoppelt sich die Anzahl der Rosen.  Am 100. Tag ist der Teich völlig mit Rosen bedeckt.
Jetzt die interessante Frage: „Am wievielten Tag ist der Teich zur Hälfte mit Rosen bedeckt“?
Die überraschende Antwort: Es braucht 99 Tage, um den Teich zur Hälfte mit Rosen zu bedecken. Für die andere Hälfte braucht es nur einen Tag, um den Teich vollständig mit Rosen zu bedecken.

Lässt sich die Lösung dieses Rätsel auf den derzeitigen Zustand unserer Zivilisation übertragen? Wenn ja, an wievielten Tag stehen wir?
Alle Eskalationsprozesse  sind final-gesteuert, sie führen zum Ende.        
Sollte sich die Lösung dieses Rätsels übertragen lassen, so heißt das sicher nicht, dass die Erde untergeht, aber es könnten große Veränderungen hin zu einer besseren Welt geben.
Wenn wir Angst vor der Zukunft haben, wissen wir nicht, dass sich uns ein neues Leben bietet, unter Bedingungen und Möglichkeiten, die uns neu sind, die aber seit Urzeiten unser Schöpfer bereithält in Seinem Universellen Göttlichen Gesetz, das wir dann, durch unsere Angst, unaufhörlich bewusst oder unbewusst verletzen.  

Sonntag, 28. Februar 2016

Was ist Wirklichkeit?



Max Planck, der sein ganzes Leben der Erforschung der Materie widmete, formuliert die zusammenfassende Erkenntnis seiner Forschungen wie folgt: „Es gibt keine Materie an sich! Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche, sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre.“

Auch W. Heisenberg ist der Ansicht, dass es eine solche objektive Welt in Raum und Zeit gar nicht gibt. Selbst Emanuel Kant meinte: „Es gibt nicht das Ding an sich, nur unsere Wahrnehmung davon“.
Geistesgrößen vieler Zeitepochen waren und sind offenbar davon überzeugt, dass es eine objektive Wirklichkeit nicht gibt.
Die Spiegelung, die uns erregt, hat keine Wirklichkeit. Erst durch unsere Kritik, werden was wir kritisieren zur Wirklichkeit.

Die Quantenphysik zwingt uns, von vertrautem Wissen über Erfahrungen des Alltags Abschied zu nehmen, z.B. von der Vorstellung, dass die Realität, die wir sehen, unabhängig von uns existiert. Viele Dinge, die wir als vernünftig annehmen, werden durch die Quantenphysik außer Kraft gesetzt. Folglich bewirkt dies eine Änderung unseres liebgewordenen Weltbildes.
Kurz gesagt: Unser gesunder Menschenverstand und unsere Denkgewohnheiten sind häufig nichts als Vorurteile.

Alles was wir sehen, basiert auf dem, was wir schon gesehen haben. Was wir nicht annehmen können, weil es dem gesunden Menschenverstand widerspricht, verhindert die Erweiterung unseres Bewusstseins. Wir erleben viel mehr, als wir begreifen können.
Die hochabstrakte Quantenphysik ist nur durch Verinnerlichung zu verstehen, nicht intellektuell. Über Quantenphysik kann man nur in Bildern oder Gleichnissen reden. Sie führt uns in ein holistisches Weltbild, in die Wirklichkeit in ihren Möglichkeiten, in ihrer Potentialität. Es gibt nichts was wirklich existiert, alles ist nur Information.

Die Welt so wie sie ist, ist ein Spiegelbild des Bewusstseins aller Menschen. Die Welt kann also nicht anders sein, wie sie ist. Jeder Mensch spiegelt im Äußeren nur sein jetziges Bewusstsein. Er kann gar nicht anders sein als er gerade ist, aber er kann anders werden.

Wirklichkeit existiert unabhängig vom Zeitablauf, sie ist zeitlos und allgegenwärtig. Doch so können wir sie nicht wahrnehmen. Sie ist wie ein dickes Buch, das wir in Händen halten, dessen Inhalt wir aber noch nicht gelesen haben. Beim Lesen des Buches verfließt Zeit. Dennoch existiert der Inhalt dieses Buches von Anfang an, unabhängig von der Zeit, die wir zum Lesen benötigen. Genauso zeitunabhängig existiert das nächste Jahr mit all seinen Ereignissen schon immer, wir müssen jedoch abwarten, bis wir es anschauen und wahrnehmen können.

„Die Teilung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft muss als Illusion betrachtet werden. Unsere ganze Sprache ist auf dieser Illusion der Teilung aufgebaut.

Es gibt aber in Asien, vielleicht auch anderswo, Sprachen, welche diese Teilung nicht kennen, so z.B. Sanskrit, Hindi und Thailändisch, vermutlich auch Pali, die unterscheiden nicht zwischen gestern und morgen.
In diesen Kulturen musste folglich das Wissen um die "Gleichzeitigkeit alles Seienden" vorhanden gewesen sein, da es diese Trennung von vorher und nachher, die wir so konsequent vornehmen, nicht gab.

Obwohl es aus geistiger Sicht alles Eins ist, was auch Einstein erkannt hat, so haben wir (westlichen) Menschen doch ein Bewusstsein der Dualität (der Trennung).




Im Deutschen haben wir im Gegensatz zu Englischen aber noch den Unterschied zwischen Wirklichkeit (eine Wortschöpfung von Meister Eckart) die sich ständig verändert und Realität. Real is that never changes. 
 



Samstag, 27. Februar 2016

Alexander von Humboldt (1769 - 1859)



Universalgelehrter und Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde

Grausamkeit gegen Tiere kann weder bei wahrer  Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen. Sie ist eines der kennzeichnendsten Laster eines niederen und unedlen Volkes. Dem Tier gegenüber sind heute alle Völker mehr oder weniger Barbaren. Es ist unwahr und grotesk, wenn sie ihre vermeintlich hohe Kultur bei jeder Gelegenheit betonen und dabei tagtäglich die scheußlichsten Grausamkeiten an Millionen von wehrlosen Geschöpfen begehen oder doch gleichgültig zulassen. Können wir uns wundern, dass diese genannten Kulturvölker immer mehr einem furchtbaren Weg des Abstieges entgegengehen?
Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag, mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren. 
Alexander von Humboldt war ein Visionär, er kannte das Gesetz von Ursache und Wirkung.
Hat er diesen furchtbaren Weg des Abstiegs vorausgesehen?   

Bertha von Suttner, österr. Pazifistin; Friedensnobelpreis 1905 (1843-1914)
 »Wer die Opfer nicht schreien hören, nicht zucken sehen kann, dem es aber, sobald er außer Seh- und Hörweite ist, gleichgültig ist, dass es schreit und zuckt – der hat wohl Nerven, aber  - Herz hat er nicht.«


Auszug aus Genesis 1, 29-31 betreffend der Ernährung des Menschen:
Dann sprach Gott:
„Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, alle Bäume mit saftigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen.
Allen Tieren des Feldes, allen Vögeln des Himmels und allem was sich auf der Erde regt, was Lebensatem in sich hat, gebe ich alle grünen Pflanzen zur Nahrung. So geschah es. Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut“.  


Rosa Luxemburg.
Es gibt einen wunderbaren und tiefsinnigen Text über sie und ihre Tiere. Da wird deutlich, dass sie die Befreiung der Tiere in einem Atemzug mit der der Menschen nennt. »Es geht um die Befreiung aller lebenden und leidenden Kreaturen«.

Ein Teilchen, das nicht weiterhilft



              War der Physiknobelpreis in diesem Jahr unverdient?

Von Alexander Unzicker

Physik, Chemie, Medizin: Zu verstehen, ob ein naturwissenschaftlicher Nobelpreis zu Recht vergeben wurde, können oft schon Kollegen der Nachbardisziplin nicht mehr einschätzen. Anders sieht es in diesem Jahr beim Physiknobelpreis für ein Partikel mit dem Kosenamen "Gottesteilchen" aus, das vom Europäischen Zentrum für Kernforschung (CERN) in Genf entdeckt wurde. Der Physiker Alexander Unzicker sieht die Wahl kritisch.
Das ging schnell: Im letzten Jahr hörten wir vom "Gottesteilchen" Higgs-Boson, in diesem Jahr gibt es prompt den Physik-Nobelpreis dafür. Und doch wussten in Stockholm wohl wenige, wofür genau sie eigentlich stimmten. Die Akademie sah sich einer übermächtigen Erwartungshaltung gegenüber, die die Propaganda des CERN mit intensivem Lobbying aufgebaut hatte, um das teuerste Experiment aller Zeiten zu rechtfertigen.
Die Sensationsmeldung, ein fundamentales Teilchen sei entdeckt worden, liegt irgendwo zwischen Missbrauch der Sprache und einer Lüge. Was gefunden wurde, löste kein einziges Problem der Physik, und wurde doch sofort als Entdeckung des Jahrhunderts gefeiert. Ob dies bewusste Irreführung, schamlose Marktschreierei oder törichtes Nachplappern war, sei dahingestellt.
Sicher ist nur, dass große Physiker wie Albert Einstein die Higgs-Geschichte vollkommen lächerlich gefunden hätten. Nicht eine Sekunde hätten sie daran geglaubt, dass dieses hochkomplizierte Modell der Elementarteilchenphysik mit seinen dutzenden von unerkärten Zahlen eine sinnvolle Naturbeschreibung sein kann.
Besonders dreist ist die Behauptung, der "Higgs-Mechanismus" trüge zum Verständnis der Masse bei. Paul Dirac, der jahrelang über das bis heute rätselhafte Massenverhältnis von Proton und Elektron grübelte, würde sich im Grab umdrehen, hörte er davon.
Hochenergiephysik ist seit Langem von einer Wissenschaft zu einem technischen Hochleistungssport mutiert, getrieben von der immer gleichen Idee höherer Kollisionsenergien. Im Sinne fundamentaler Naturerkenntnisse sind ihre Resultate vollkommen wertlos. Unredlich und gefährlich ist, wie sie als Fortschritt verkauft werden. 

Teilchenphysik ist hinausgeworfenes Geld

Jeder, der die letzten Jahrzehnte Beschleunigerphysik verfolgt hat, muss bemerkt haben, dass die Strategie, seltene, aber letztlich banale Signale aus der Datenflut herauszufiltern und zu neuen Teilchen zu erklären, offenbar nie ein Ende nimmt. Nur weil die ringförmigen Maschinen ganze Forschergenerationen beschäftigen, fällt es nicht mehr auf, dass sich das Spiel alle 10 bis 15 Jahre wiederholt und sich die Teilchenphysik seit einem halben Jahrhundert buchstäblich im Kreise dreht.
Der Gedanke, dass Zehntausende Physiker ein unüberschaubares Experiment zu einem unsinnigen theoretischen Modell betreiben, scheint sich selbst zu verbieten. Zu schmerzhaft, als dass er auch nur erwogen werden kann. Nüchtern betrachtet, ist das aber so. Teilchenphysik ist hinausgeworfenes Geld.
Ich bin keineswegs ein Fundamentalskeptiker, der die ganze Physik anzweifelt. Warum? Weil ohne Maxwellsche Elektrodynamik kein Handy funktionieren würde, ohne Quantenmechanik keine Digitalkamera, ohne Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie kein GPS-Empfänger. Aber die Teilchenphysik hat in den letzten 60 Jahren nichts hervorgebracht, was außerhalb der akademischen Zirkel funktionieren musste.
Die meisten Physiker begreifen intuitiv, dass riesige Forschungszentren für Jahrzehnte dauernde Experimente nicht der Ort sind, wo Kreativität gedeiht. Nur: Niemand will dies laut sagen. Fragen Sie in Ihrem Bekanntenkreis Geophysiker, Astronomen oder Festkörperphysiker, ob sie auch nur entfernt nachvollziehen können, worin die Entdeckung des CERN besteht. Sie werden die Achseln zucken. Fragen Sie dagegen einen Teilchenphysiker, wird er sich sehr bald auf das Argument berufen, dass alle Analysen von vielen Leuten überprüft und abgesichert worden seien, und zwar aus einem Grund: weil er selbst das Experiment nicht überblickt.
Niemand kann die Analysen ausgehend von den Rohdaten überprüfen, und das ist der eigentliche Skandal. Die Auswertung müsste Schritt für Schritt, transparent und mit zugänglichem Computercode im Web nachvollziehbar sein. Das wäre Wissenschaft. Die Ironie bei der Geschichte ist: Erfunden wurde das Web am CERN.

Alexander Unzicker ist Physiker, Jurist, promovierter Neurowissenschaftler und Autor. Sein Buch "Vom Urknall zum Durchknall - die absurde Jagd nach der Weltformel" wurde von "Bild der Wissenschaft" als Wissenschaftsbuch des Jahres 2010 ausgezeichnet. Gerade neu erschienen ist "The Higgs Fake - How Particle Physicists Fooled the Nobel Committee".

© 2013 Deutschlandradio vom 31.10.2013

Mittwoch, 24. Februar 2016

Existiert unsere farbenfrohe Welt überhaupt oder ist sie nur eine Illusion?



Unsere helle farbenfrohe »Welt« existiert nur in unserem Gehirn, das sich im Zustand vollkommener Dunkelheit befindet. Auch wenn unser Gehirn Geräusche entschlüsselt, ist es im Gehirn still.

Sofern unsere »Realität« nicht beobachtet wird, existiert sie nur in ihrer energetischen Wellenform. Es gibt zwei verschiedene Wirklichkeitsaspekte jeder »Realität«. Einmal durch die Linsen unserer Augen und als Interferenzmuster. 
(Sehenswert der Spielfilm „Sie leben“)  

Das  ist der Grund warum Menschen mit einem höheren kosmischen Bewusstseins einen geringen Wunsch verspüren Landschaften und Formen zu schauen oder gar sie zu berühren.

                              Neues aus der Hirnforschung

Unser bewusstes Ich ist - so der amerikanische Neurobiologe Michael Gazzaniga - die letzte Instanz, die erfährt, was in uns wirklich los ist. Es gleicht einem Regierungssprecher, der Dinge interpretieren und legitimieren muss, deren Gründe und Hintergründe er gar nicht kennt.

Wir werden massiv von unserem Unterbewussten beeinflusst, ohne genau zu wissen, was dabei mit uns passiert, wir verstehen die Sprache des Unbewussten nicht. Da wir aber all unser Fühlen, Denken und Handeln vor uns selbst und insbesondere auch vor den anderen sprachlich-logisch rechtfertigen müssen, erfinden wir ständig Geschichten. Wir glauben auch in aller Regel an sie und versuchen unseren Mitmenschen von ihnen zu überzeugen.
          

Sie befinden in einem Raum, den sie ihr Leben lang nicht verlassen. Dieser Raum ist ihr Gehirn. In diesem Raum sehen sie einen Film über die Realität. Dieser Film ist ihr Film. Die Frage ist nur, wer schreibt das Drehbuch.