Alle Handlungen, die wir ausführen – auch die guten,
auch die frommen, auch diejenigen, die wir aus Nächstenliebe tun – haben
Konsequenzen, die uns an die Welt binden. Allein durch materiell gute
Handlungen können wir also nicht befreit werden.
Es geht darum Handlungen auszuführen (Nichthandeln),
die in dieser Welt keine Reaktionen tragen, die nicht von dieser Welt sind.
Handlungen, die die Grenzen der Karma-Gesetze in dieser Welt überschreiten.
Jesus sagte: Wir sind zwar in dieser Welt, aber nicht von dieser Welt.
Aber was gibt es denn, das jenseits der Dualität ist
und worauf wir unsere Liebe richten könnten? Nun, es sind zwei Dinge: erstens
Gott und zweitens die Seele. Aber auch wir, das heißt die Seele, unser wahres
Selbst, auch wir sind jenseits der Dualität.
Wir müssen also lernen die Seele des anderen zu
lieben, und zwar unabhängig vom Körper, vom Verstand und vom Intellekt des
anderen.
Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Wie
dich selbst. Das Selbst ist gemeint, also die Seele, nicht der Körper, nicht
einfach nur Wohltätigkeit im Sinne von: Lasst uns dafür sorgen, dass der andere
Mensch gesund und glücklich, ein besserer Materialist ist und in der Dualität
verstrickt bleibt.
Ebenso lehrte der Buddha: “Ob ihr mit einer eisernen
oder goldenen Kette gefesselt seid – in beiden Fällen seid ihr gebunden.
Praktiziert ihr Tugenden, habt ihr die goldene Kette gewählt, führt ihr
schlechte Taten aus, ist es eine eiserne Kette. Beide halten euch gefangen. Nur
wer die beiden Ketten von Gut und Böse abgeschüttelt hat, ist ein spirituell
Erleuchteter.
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