Freitag, 20. April 2018

„Die Menschheit ist so atemlos, weil sie nicht mehr ausatmen kann" Von Graf Dürckheim

von Gastbeitrag von Daniela Birkelbach
Liebe Leserin, lieber Leser,
es geht also nicht allein um die richtige Einatmung. Es geht darum richtig und mutig und lange auszuatmen! Sich leer zu machen inmitten der Fülle und Hektik unseres Lebens. Das ist deshalb so wichtig, weil innere Schwingung nur dann entstehen kann, wenn wir die Fülle gehen lassen. Die edle Kunst des Luftanhaltens und Ausatmens ist eine praktische und preiswerte Art, die Menge an roten Blutkörperchen im Blut zu erhöhe und damit die Sauerstoffsättigung zu verbessern. Der Atem heilt von innen - das verlangt von uns, lernen zu wollen, uns wandeln zu wollen, um uns an diese innere Heilkraft anzuschließen. Selbst Verantwortung für uns zu übernehmen und dem großen Heiler in uns zu lauschen, uns ihm anzuvertrauen und hinzugeben. Dazu kann ich Sie nur ermuntern und einladen.
Verwenden Sie Ihre Energie für Ihre Atmung – nicht für Krankheit und Schmerz. „Die geheime Kraft der Atmung – Breathology“ reiht sich in die Reihe großer Lehrer ein. Denn das Thema Atmung hat schon viele Therapeuten und Yoga Lehrer beschäftigt.
Ein paar möchte ich Ihnen in Erinnerung rufen:
  • Atem- und Leibtherapie nach Graf Dürckheim
Hier ist der Patient angehalten sich seinen Verhaltensmustern und Ängsten zu
stellen. Der Leib, der mit der Psyche eine Einheit bildet, soll so erfahrbar werden.
Nur dann ist ein Neustart zu Gesundheit möglich.
  • Atemarbeit nach Cornelis Veening
Diese Atemtherapie basiert auf der Psychologie C.G. Jungs. Die körperlich- seelische Entwicklung ebnet den Weg von „innen nach außen“ mit dem Ziel, dass „der Mensch werde, was er sein soll“.
  • Erfahrbarer Atem nach Ilse Middendorf
Der Begriff „zugelassener Atem“ beschreibt die Erfahrung, dass zwischen „Atem,
Sammlung und Empfindung“ eine gegenseitige Wechselwirkung besteht, die eine
bewusste Entwicklung aller Ebenen ermöglicht.
  • Integratives Atmen
Der Atem ist die Brücke zwischen Körper, Seele und Geist.
  • Qigong
Einer der Schätze der traditionellen chinesischen Medizin. Das Ziel ist die
Harmonisierung von Atem, Geist und Körper.
  • Pranayama Pranayama gehört als Bestandteil des Yoga zu den ältesten Atemtherapien.

Ihr Leben findet zwischen zwei Atemzügen statt – dem ersten und dem letzten

Zu den unschätzbaren Vorteilen des Atemtrainings zählt, dass Sie keinerlei Hilfsmittel dazu benötigen. Sie sind vollkommen frei und können jederzeit und überall trainieren.
Dieses Training passt sich ihrem Leben und Tagesablauf an, nicht umgekehrt. Es lässt sich, je nach Zielsetzung, beliebig gestalten.
Nach jedem Atemtraining fühlen Sie sich entspannter. Diese Entspannung begleitet Sie über den ganzen Tag und wird mit jedem Mal intensiver. Regelmäßiges Training führt dazu, dass sich die Atmung dauerhaft optimiert.
Zum Abschluss dieser kleinen Reihe möchte ich Ihnen eine schöne Übung mit auf den Weg geben, um neue Energie zu tanken und innerliche Ruhe zu finden.
Machen Sie diese Übung wann immer Ihnen danach ist und Sie 3 - 5 Atemzüge Zeit haben. Sie ist einfach und überall einzusetzen.
Stemmen Sie dazu Ihre Hände in die Taille, damit Sie die Wirbelsäule vollständig aufrichten können. Diese Bewegung allein dehnt die Atemmuskulatur und hilft Ihnen das Lungenvolumen auszudehnen. Damit bringen Sie zehn Mal mehr Sauerstoff in die Zellen und gleichzeitig beruhigt es die Nerven. Jetzt atmen Sie drei bis 5 Mal tief ein und aus. So einfach kann richtige Atmung sein.
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