Der Buddha und die Quantenphysik
Die
Physiker erlebten, dass das aus der Atomhülle ausgesandte Licht immer in ganz
bestimmten, ganzzahligen Vielfachen der kleinsten Lichtmenge aufschien. Es
floss also nicht kontinuierlich, sondern in kleinen Paketen, und die nannte ihr
Entdecker, Max Plank, (Licht-) Quanten. Diese Lichtquanten - die man jetzt
Photonen nennt - setzten sich in Widerspruch zu aller Logik; einmal taten sie,
als wären sie wirklich kleine, materielle Pakete, und dann wieder erschienen
sie als immaterielle, elektromagnetische Wellen.
So
etwas durfte nicht sein, "entweder - oder" hieß damals noch die
allgemein anerkannte Devise, entweder stofflich oder nicht stofflich, aber
nicht beides zugleich. Es dauerte lange, bis die Physik diesen Widerspruch akzeptierte
und sich damit ihr altes, sicheres Weltbild ruinierte, so dass die klassische
Vorstellung einer objektiven Beschreibung der Natur nicht mehr gilt.
Die
Relativitäts- und Quantentheorie, die beiden Grundpfeiler der modernen Physik, machten
klar, dass diese Wirklichkeit die klassische Logik überschreitet und dass wir
in gewöhnlicher Sprache nicht darüber reden können.
Max Planck, der große deutsche Physiker, erkannte: "Es gibt keine
Materie an sich. Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche
die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des
Atoms zusammenhält. Da es aber im ganzen Weltall weder eine intelligente, noch eine ewige Kraft gibt,
so müssen wir hinter dieser Kraft einen bewussten, intelligenten Geist
annehmen.
Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie. Nicht die sichtbare und
vergängliche Materie ist das Reale, Wirkliche, Wahre - denn Materie bestünde,
wie wir gesehen haben, ohne diesen Geist überhaupt nicht - sondern der unsichtbare,
unsterbliche Geist ist das Wahre.
Da es aber Geist an sich allein auch nicht geben kann, sondern jeder Geist
einem Wesen zugehört, müssen wir zwingend Geistwesen annehmen. Das aber auch
Geistwesen nicht aus sich selbst sein
können, sondern geschaffen werden müssen, so scheue ich mich nicht, diesen
geheimnisvollen Schöpfer ebenso zu benennen, wie ihn alle Kulturvölker der Erde
früherer Jahrtausende genannt haben: GOTT."
Die
Beobachtung der Elementarteilchen in der Quantenphysik spielt sich im
Grenzbereich von Zeit und Raum ab, gleichsam an der Geburtsstädte der Materie.
Hier verwischen sich noch, wie Heisenberg sagt, Zeit und Raum.
Vorher und
Nachher werden aber umso deutlicher, je weiter wir gröbere und größere Struktur
der Materie eindringen. Gehen wir jedoch in die andere Richtung, so verliert
sich zuerst die klare Unterschiedenheit zwischen Zeit und Raum,
Vorher und
Nachher, bis diese Trennung ganz verschwindet und wir dort angekommen sind, wo
es keine Unterschiede gibt, sondern wo nur noch Einheit herrscht. Hier gibt es weder Zeit noch Raum, hier
herrscht ewiges Hier und Jetzt. Es ist der Punkt, der alles enthält und dennoch
Nichts genannt wird. Der Osten nennt ihn
Nirwana.
Die
Quantenphysik dringt also in Bereiche vor wo Zeit und Raum, d.h. Materie nicht
mehr existieren. Wo es kein vorher oder nachher mehr gibt, sondern nur noch
Nichts, nur noch raum- und zeitlose Ewigkeit. Zu dieser Erkenntnis kamen
übrigens auch die Mystiker.
Auch
nach Vollendung ihrer mathematischen Formulierung durch Heisenberg waren die
Begriffe der Quantentheorie keineswegs leicht zu akzeptieren. Die Auswirkungen
auf die Vorstellungen der Physiker von der Wirklichkeit waren geradezu
erschüttert. Die neue Physik erforderte
tiefgreifende Änderungen von Grundbegriffen wie Raum, Zeit, Materie,
Gegenstand, Ursache und Wirkung.
Dazu
Heisenberg: "Diese heftige Reaktion auf die jüngste Entwicklung der
modernen Physik kann man nur verstehen, wenn man erkennt, dass hier die
Fundamente der Physik und vielleicht der Naturwissenschaft überhaupt in
Bewegung geraten waren und dass diese Bewegung ein Gefühl hervorgerufen hat,
als würde mir der Boden, auf dem die Wissenschaft steht, unter den Füßen
weggezogen".
Die moderne Physik entdeckt mit ihren
komplizierten Maschinen nur alte Weisheiten neu, die der Buddha bereits vor
2500 Jahren entdeckte. Was der Buddha entdeckte, war so unglaublich, dass nur
Mystiker es verstehen konnten, aber heutzutage hilft die Quantenphysik immer mehr Menschen es zu verstehen. Ist der
Buddha tatsächlich der Entdecker der Quantenphysik?
Viele
Physiker, die in einer Tradition erzogen wurden, die Mystik mit vagen,
geheimnisvollen und höchst unwissenschaftlichen Dingen in Verbindung bringt,
waren schockiert, als man ihre Ideen mit denen von Mystikern verglich.
Glücklicherweise ändert sich diese Haltung jetzt. Nachdem Meditation nicht länger
lächerlich oder mit Argwohn betrachtet wird, wird die Mystik selbst innerhalb
der Gemeinschaft der Wissenschaftler ernst genommen.
Mystiker
betonen, dass unser Denken in der Zeit stattfindet, aber die Vision die Zeit
überschreiten kann. Mystiker behaupten auch, dass sie beim Überschreiten der
Zeit auch Ursache und Wirkung überschreiten. Anstelle einer linearen Folge von
Augenblicken, erfahren Mystiker eine unendliche, zeitlose und doch dynamische
Gegenwart.
Auszug aus dem
Buch: "Die Kunst des Lebens. Vipassana-Meditation nach S.N. Goenka".
Alle
inneren Organe arbeiten außerhalb unserer Kontrolle. Auf einer subtileren Ebene
wissen wir nichts über die unaufhörlichen biochemischen Reaktionen, die
innerhalb jeder Zelle des Körpers ablaufen. Dies ist jedoch immer noch nicht
die letztendliche Realität der Materie.
Letztendlich
ist der scheinbar feste Körper zusammengesetzt aus subatomaren Teilchen und
leerem Raum. Und wenn man noch weiter geht, haben selbst diese subatomaren
Teilchen keine wirkliche Festigkeit und Stabilität; die Lebensdauer eines
dieser winzigen Partikel beträgt weit weniger als den billionsten Teil einer
Sekunde. Teilchen entstehen und vergehen in ununterbrochenem Fluss, treten
ein in den Kreislauf der Existenz und
verlassen ihn wieder, wie ein Strom von Schwingungen. Dies ist die
letztendliche Wirklichkeit des Körpers, ja, aller Materie, einer Realität, die
vor 2500 Jahren vom Buddha entdeckt wurde.
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